Seit Gründung im Jahr 2002 in Seoul tagt das Deutsch-Koreanische Forum jährlich abwechselnd in Deutschland und Korea. Die bisherigen Veranstaltungsorte in Deutschland waren Berlin im Jahr 2003, Hamburg im Jahr 2005, München im Jahr 2007, Dresden im Jahr 2009, Berlin im Jahr 2011, Goslar im Jahr 2013 und Rostock im Jahr 2015.

Lesen Sie hier über die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der vergangenen Deutsch-Koreanischen Foren.

XVI. Deutsch-Koreanisches Forum in Fulda

Die Arbeit des Deutsch-Koreanischen Forums leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der bilateralen Beziehungen. Bundespräsidenten Joachim Gauck würdigte am 12. Oktober 2015 in seiner Rede beim Staatsbankett in Seoul ausdrücklich auch die Rolle des Deutsch-Koreanischen Forums. „Mit dem Deutsch-Koreanischen Forum verfügen wir seit 2002 über eine hervorragende Möglichkeit des Austausches. Ich erinnere mich noch gut an meine Teilnahme an der 12. Ausgabe des Forums in Goslar – unweit der früheren deutsch-deutschen Grenze. Auch die dortigen Begegnungen haben mein Herz für Korea geöffnet,“ so Bundespräsident Gauck in seiner Rede beim Staatsbankett.

Vom 4. bis 6. Juli 2017 fand das XVI. Deutsch-Koreanische Forum in Fulda statt. Insbesondere vor dem Hintergrund der leidvollen Erfahrung der deutschen Teilung und dem Glück der deutschen Wiedervereinigung war es von großer symbolischer Bedeutung, dass das XVI. Deutsch-Koreanische Forum im Jahr 2017 in Fulda, das nur rund 35 Kilometer von der innerdeutschen Grenze entfernt lag, stattfand. Gemeinsam mit den Teilnehmern des Deutsch-Koreanischen Forums und den Teilnehmern des Deutsch-Koreanischen Juniorforums besuchte man die Gedenkstätte Point Alpha, wo in Zusammenarbeit mit der Hanns-Seidel-Stiftung im Rahmen des Forums eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „Erinnerungskultur in Deutschland und Korea“ stattfand. Da sich rund 60 Prozent der koreanischen Bevölkerung zum Christentum bekennen, besuchte man vor dem Hintergrund des anstehenden Luther-Jubiläumsjahres 2017 ebenfalls die Wartburg, wo Martin Luther die Bibel in die deutsche Sprache übersetzte.

Ziele

Zum 16. Mal sind deutsche und koreanische Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft vom 4. bis 6. Juli 2017 zum Deutsch-Koreanischen Forum zusammen kommen, das in Fuda stattgefunden hat. Die Arbeit des Deutsch-Koreanischen Forums leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der bilateralen Beziehungen unserer beiden Länder. Auch beim XVI. Deutsch-Koreanischen Forum wurden erneut bedeutsame Empfehlungen an die Staats- und Regierungschefs unserer beider Länder erarbeitet, um unsere Beziehungen in der Zukunft noch weiter dynamisch fortzuentwickeln. Parallel zum Deutsch-Koreanischen Forum tagte zum 6. Mal unter der organisatorischen Federführung des Instituts für Koreastudien der Freien Universität Berlin ein Juniorforum. Im Anschluss an das Deutsch-Koreanische Forum im Jahr 2012 fand erstmals ein „Juniorforum“ statt, für das sich die Ewha Frauenuniversität maßgeblich engagiert hat. Mit dem „Juniorforum“ verbindet sich die Idee, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Anregungen und Ideen in die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern einfließen zu lassen.

 

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Arbeitsbericht des XVI. Deutsch-Koreanischen Forums in Fulda

Empfehlungen des XVI. Deutsch-Koreanischen Forums in Fulda

Empfehlungen des VI. Deutsch-Koreanischen Juniorforums in Fulda

XV. Deutsch-Koreanisches Forum in Gyeongju

Vom 12. bis 14. Oktober 2016 fand in Gyeongjuzum das 15. Deutsch-Koreanischen Forum statt. Parallel zum Deutsch-Koreanischen Forum tagte zum 5. Mal unter der organisatorischen Federführung der Ewha Frauenuniversität ein Deutsch-Koreanisches Juniorforum. Gerade vor dem Hintergrund der nordkoreanischen Atomtests im Januar und September 2016 und den andauernden nordkoreanischen Provokationen, die mit harten Sanktionen des Weltsicherheitsrates beantwortet wurden, war das XVI. Deutsch-Koreanische Forum von großer symbolischer Bedeutung.

 

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Arbeitsbericht des XV. Deutsch-Koreanischen Forums in Gyeongju

Empfehlungen des XV. Deutsch-Koreanischen Forums in Gyeongju

Empfehlungen des V. Deutsch-Koreanischen Juniorforums in Gyeongju

XIV. Deutsch-Koreanisches Forum in Rostock

Vom 15. bis 17. Juli 2015 sind zum 14. Mal deutsche und koreanische Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum Deutsch-Koreanischen Forum zusammen gekommen, das in Rostock stattgefunden hat. Parallel zum Deutsch-Koreanischen Forum tagte zum 4. Mal ein Deutsch-Koreanisches Juniorforum. Die Wahl Rostocks als Veranstaltungsort für das XIV. Deutsch-Koreanische Forum wurde bewusst aufgrund seines Symbolwertes getroffen: Im Jahr 2015 feierten wir 25 Jahre Deutsche Einheit. Gleichzeitig jährte sich die Teilung der koreanischen Halbinsel zum 70. Mal. Insbesondere vor dem Hintergrund der leidvollen Erfahrung der deutschen Teilung und dem Glück der deutschen Einheit war der Veranstaltungsort Rostock von großer symbolischer Bedeutung – und wurde bewusst ausgewählt, um die Entwicklung der seinerzeit „neuen“ Bundesländer 25 Jahre nach der Wiedervereinigung zu dokumentieren.

 

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Arbeitsbericht des XIV. Deutsch-Koreanischen Forums in Rostock

Empfehlungen des XIV. Deutsch-Koreanischen Forums in Rostock

Empfehlungen des IV. Deutsch-Koreanischen Juniorforums in Rostock

XIII. Deutsch-Koreanisches Forum in Seoul

Vom 9. bis 11. Juli 2014 sind zum 13. Mal deutsche und koreanische Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum Deutsch-Koreanischen Forum zusammen gekommen, das an der Ewha Frauenuniversität in Seoul stattgefunden hat. Parallel zum Deutsch-Koreanischen Forum tagte zum 3. Mal ein Deutsch-Koreanisches Juniorforum. Im Haus „Sarang-Jae“ der Koreanischen Nationalversammlung fand die Abschlusstagung des XIII. Deutsch-Koreanischen Forums statt, wo auf der Grundlage der stattgefundenen Diskussionen die traditionellen Empfehlungen an die Staats- und Regierungschefs beider Länder erarbeitet wurden. Die Bedeutung, die dem Deutsch-Koreanischen Forum seitens der koreanischen Politik zur Fortentwicklung unserer beider Länder beigemessen wird, kam eindrucksvoll durch den Tagungsort, dem Haus „Sarang-Jae“ unmittelbar neben der Koreanischen Nationalversammlung, aber auch durch die Anwesenden Mitglieder der Koreanischen Nationalversammlung, Frau Kim Hi Jung, Herrn Kang Seok-Ho, Herrn Jun Sung Joon und Herrn Shin Kyong Min zum Ausdruck.

 

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Arbeitsbericht des XIII. Deutsch-Koreanischen Forums in Seoul

Empfehlungen des XIII. Deutsch-Koreanischen Forums in Seoul

Empfehlungen des III. Deutsch-Koreanischen Juniorforums in Seoul

XII. Deutsch-Koreanisches Forum in Goslar

Vom 19. bis zum 22. Juni 2013 fand in Goslar das 12. Deutsch-Koreanische Forum statt. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Korea und Deutschland diskutierten im Forum derzeitige Schwerpunkte deutsch-koreanischer Beziehungen. Parallel trafen sich zum zweiten Mal 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus beiden Ländern im Jugendforum. Nachdem das letzte Forum im Jahr 2012 an der innerkoreanischen Grenze tagte, wurde mit Goslar eine Stadt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze gewählt. Die Bedeutung des Deutsch-Koreanischen Forums wurde auch dadurch unterstrichen, dass Bundespräsident Joachim Gauck im Rahmen des XII. Deutsch-Koreanischen Forums gemeinsam mit dem deutschen Ko-Vorsitzenden, Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB, in der Kaiserpfalz zu Goslar am 21. Juni 2013 die deutsch-koreanische Gemeinschaftsbriefmarke der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Damit wurde auch symbolhaft ein Zeichen gesetzt, dass der Bundespräsident die Arbeit des Deutsch-Koreanischen Forums bei seinen Bemühungen um die Fortentwicklung der Beziehungen zwischen beiden Ländern nachhaltig unterstützt.

 

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Sponsoren des XII. Deutsch-Koreanischen Forums in Goslar

Die Sponsoren des XII. Deutsch-Koreanischen Forums in Goslar

XI. Deutsch-Koreanisches Forum in Goseong

Vom 10. bis 13. Oktober 2012 fand das 11. Deutsch-Koreanische Forum im DMZ-Museum im Landkreis Goseong, in unmittelbarer Nähe zur innerkoreanischen Grenze statt. In sehr harmonischer Atmosphäre tagten 67 koreanische und deutsche Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Diplomatie und Kultur. Der Tagungsort in unmittelbarer Grenznähe, im geteilten Landkreis Goseong, in der geteilten Gangwon-Provinz, verdeutlichte die weiterhin offene Wunde der koreanischen Teilung. Die gemeinsame Erfahrung der Teilung wurde durch die Eröffnung einer Sonderausstellung zur innerdeutschen Grenze im DMZ (Demilitarized Zone)-Museum eindrucksvoll unterstrichen. Die hochrangige Zusammensetzung des Forums drückt die Bedeutung der bilateralen Beziehungen und die Freundschaft beider Länder aus.

 

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Arbeitsbericht des XI. Deutsch-Koreanischen Forums 2012

Empfehlungen des XI. Deutsch-Koreanischen Forums 2012

X. Deutsch-Koreanisches Forum in Berlin

„Zukunft und Perspektiven der deutsch-koreanischen Beziehungen im Kontext der jeweiligen regionalen und globalen und Integration“ war das erste Thema, das im Rahmen des X. Deutsch-Koreanischen Forums erörtert wurde. Hierzu gaben Herr Dr. Kim Hakjoon (Vorsitzender der Dankook University Stiftung und Ko-Vorsitzender des Deutsch-Koreanischen Forums) für Korea und Herr Dr. Theo Sommer (Langjähriger Herausgeber der „Zeit“ und ehemaliger Ko-Vorsitzender des Deutsch-Koreanischen Forums) für Deutschland einen Überblick.

„Perspektiven und wirtschaftliche Zusammenarbeit im Hinblick auf Energieversorgung und -sicherheit sowie Innovationsfähigkeit“ lautete das zweite Thema, das im Rahmen des X. Deutsch-Koreanischen Forums erörtert wurde. Dr. Lee Tae Yong (Wissenschaftler, Energy Economics Institute) und Herr Holger von Hebel (Vorstandsvorsitzender, Bosch Solar Energy AG) berichteten zum Thema und skizzierten aktuelle Entwicklungen.

„Die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Korea und Deutschland angesichts der gesellschaftspolitischen Entwicklung und kultureller Identität im regionalen, nationalen und globalen Kontext“ lautete das dritte Thema, das im Rahmen des X. Deutsch-Koreanischen Forums erörtert wurde. Herr Lee Charm (Leiter der Koreanischen Tourismusbehörde, Seoul) und Herr Dr. Bernd M. Scherer (Intendant, Haus der Kulturen der Welt, Berlin) berichteten zum Thema.

 

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Arbeitsbericht des X. Deutsch-Koreanischen Forums 2011

Empfehlungen des X. Deutsch-Koreanischen Forums 2011

IX. Deutsch-Koreanisches Forum in Incheon/Songdo

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Hartmut Koschyk, hat als deutscher Ko-Vorsitzender des Deutsch-Koreanischen Forums das 9. bilaterale Treffen dieser Art in Incheon/Songdo eröffnet. In seinem Grußwort betonte Finanzstaatssekretär Koschyk, dass Stärke seit langem nicht mehr in Teilung und Isolation, sondern in Einheit und Solidarität besteht. Er sei fest davon überzeugt, dass die Zeit für ein neues geeintes Korea kommen wird. Dies kann durchaus schneller als erwartet der Fall sein. Auch Anfang 1989 hat wohl niemand auf der Welt geglaubt, dass ein dreiviertel Jahr später die Berliner Mauer fallen und Deutschland im Oktober 1990 wiedervereint sein wird, so Koschyk. Ebenfalls warb Finanzstaatssekretär Koschyk um eine Intensivierung der bilateralen Beziehungen in der Wirtschafts- und Finanzpolitik, der Außen- und Sicherheitspolitik, aber auch im Hinblick auf die Lösung für die großen globalen Fragen, wie Klimawandel, Unterentwicklung, Armut und Hunger in der Welt. Auch gelte es, den Austausch der Jugend zwischen beiden Ländern nachhaltig zu intensivieren und die Beschäftigung mit Deutschland im Rahmen der universitären Germanistik in Korea und der klassischen Koreanistik in Deutschland zu fördern.